Sonos Ray im Test: Günstige Soundbar für kleine Zimmer

Mit der Soundbar Sonos Ray hat der Hersteller seine kleinste und günstigste Soundbar rausgebracht. Sie soll perfekt für TV, Gaming und Musik sein und lässt sich mit einer Breite von nur 56 Zentimetern auch in kleinere Zimmer integrieren. Mit einem Preis von 299 Euro will Sonos mit der Ray-Soundbar einen günstigen Einstieg schaffen. Im Vergleich zu den teureren Modellen Beam und Arc müssen dabei drei Abstriche gemacht werden: Es gibt keinen HDMI- sondern nur einen optischen Eingang, keine Sprachsteuerung und kein Dolby Atmos.

In den letzten Jahren hat Sonos viele verschiedene Soundbars auf den Markt gebracht: Im Jahr 2013 ging es mit der Sonos Playbar los, vier Jahre später kam die kleinere Playbase raus. Beide Modelle sind heute nicht mehr oder nur noch generalüberholt verfügbar. 2018 wurde die erste Generation der Sonos Beam veröffentlicht, die drei Jahre später von der Beam 2 abgelöst wurde. Das Top-Modell ist nach wie vor die Sonos Arc, die über einen Meter breit ist und knapp 1000 Euro kostet.

Sonos Ray im Test

Sonos Ray: Kompakt ohne Mikrofone

Nun wird das Lineup im unteren Preissegment durch die kleine Soundbar Sonos Ray ergänzt. Der Hersteller will damit Leute ansprechen, die entweder keinen Wert auf Heimkino-Technologien wie Dolby Atmos legen oder eine kleine Soundbar für weitere Zimmer wie Schlafzimmer oder Hobbyraum benötigen.

Vorteile der Sonos Ray

  • Der Preis liegt mit 299 Euro deutlich unter den anderen Sonos-Soundbars: Die Beam 2 kostet aktuell knapp 500 Euro, die Arc sogar knapp 1000 Euro.
  • Die kompakte Größe der Ray hat in vielen Fällen auch Vorteile: Viele Menschen wollen ihre Soundbar auf – oder in einem Sideboard verstauen. Mit einer Breite von knapp 56 Zentimetern lässt sie sich in den meisten Fällen gut integrieren. Beam oder Arc sollte man nicht in Regalen verstauen, da einige der integrierten Lautsprecher auch zur Seite strahlen. Bei der Ray sind alle Akustikelemente nach vorn ausgerichtet.
  • Die Sprachverständlichkeit ist bei diesem Modell besonders gut: Die Kombination von zwei Hoch- und zwei Mitteltönern sowie einem neu konzipierten Bassreflex-System sorgt dafür, dass Stimmen deutlich wiedergegeben werden.

Nachteile der Sonos Ray

  • Die Sonos Ray hat kein integriertes Mikrofon und kann dadurch nicht mit Sprachassistenten wie Alexa, Google oder dem neuen Sonos Voice Control genutzt werden. Sobald ein anderen Lautsprecher im Sonos-System allerdings ein integriertes Mikrofon hat, kann die Ray auch darüber angesteuert werden.
  • Traditionell haben Sonos-Lautsprecher wenig Anschlüsse, das wird bei der Ray auf die Spitze getrieben: Neben dem Strom- und LAN-Anschluss gibt es nur einen optischen Eingang für den Sound vom Fernseher zur Soundbar und keinen HDMI-Anschluss. Die meisten TV-Geräte haben allerdings einen optischen Ausgang.
  • Neueste Heimkino-Technologien wie Dolby Atmos bleiben den teureren Modellen vorenthalten. Bei Dolby Atmos soll das Gefühl entstehen, dass der Ton nicht nur von vorne oder hinten – sondern auch von oben kommt.
Sonos Ray Anschlüsse
Sonos Ray Anschlüsse ohne HDMI

Abgesehen von den oben genannten Unterschieden bietet die Sonos Ray alle Funktionen der größeren Soundbars: Touch-Elemente an der Oberseite, AirPlay2 für Apple-Geräte und einen Infrarot-Empfänger für TV-Fernbedienungen. Die Sonos Ray kann auch im Verbund mit dem Subwoofer Sonos Sub oder optionalen Rear-Lautsprechern wie den Sonos One oder den Symfonisk-Lautsprechern von IKEA laufen.

Sonos Ray im Test

Direkt nach der Auslieferung konnten wir die Sonos Ray ausgiebig testen. Ehrlich gesagt haben wir keine großen Überraschungen erwartet und dachten, der Sound sei sehr ähnlich wie bei der Sonos Beam. Wir wurden aber eines anderen belehrt.

Gute Sprachverständlichkeit

Das Positive zuerst: Die neue Soundbar hat eine hervorragende Sprachverständlichkeit. Das liegt auch an der neu konzipierten Anordnung der Lautsprecher. Wer also viele Sprachinhalte wie TV-Shows, Dokus oder Podcasts konsumiert, wird mit dem Gerät seine Freude haben.

Sonos Ray vs Sonos Beam

Wovon wir allerdings überrascht waren, ist der relativ dünne Bass. Im direkten Vergleich mit der Sonos Beam gibt es einen massiven Unterschied: Sowohl bei Musik als auch bei Kinofilmen.

Wir haben den Song „So weit wie noch nie“ von Jürgen Paape mit starken Bässen und Gesang wechselweise auf beiden Soundbars gehört und auch den Klassiker „Gaia“ von James Taylor rauf und runter laufen lassen. Die Sonos Beam bot bei beiden Tracks eine deutlich breitere Bühne und eine angenehmere Abstimmung der tiefen Töne. Natürlich kann das die große Sonos Arc noch viel besser, die kostet inzwischen aber auch fast tausend Euro.

Fazit zur Sonos Ray

Wie immer kommt es sehr auf den Anwendungsfall an: Wer eine Soundbar fürs Schlafzimmer sucht oder einfach meistens die Tagesschau im Fernsehen schaut, wird mit der Ray mehr als zufrieden sein. Die Sprachverständlichkeit ist super und Musik klingt ebenfalls gut.

Wer aber richtig guten Sound für etwas lautere Musik und stärkeren Bass sucht, sollte definitiv zur Beam greifen. Der Unterschied ist schon enorm. Wer auf Dolby Atmos verzichten kann, bekommt die Beam 1 sogar oft noch generalüberholt direkt bei Sonos – zum selben Preis wie die Sonos Ray.

Sonos Ray kaufen

Wir empfehlen grundsätzlich, Produkte direkt im offiziellen SONOS-Shop zu kaufen. Im Gegensatz zu anderen großen Onlineshops gibts bei SONOS satte 100 Tage Rückgaberecht ohne Angabe von Gründen. Damit kann man die Geräte ausgiebig testen und bei Nichtgefallen einfach zurückschicken.

Außerdem gibt es die kostenlose Express-Lieferung und einen sehr guten, deutschen Kundenservice per Telefon, Mail und Chat.

Die Preise sind meist vergleichbar mit anderen, seriösen Onlineshops. Wer trotzdem noch etwas sparen will, kann einen Blick auf die zertifiziert generalüberholten Produkte werfen.