Sonos Aussetzer: 5 Tipps bei Verbindungsproblemen

Sonos gehört zu den stabilsten Multiroom-Systemen auf dem Markt. Dennoch gibt es bei einigen Nutzern immer mal wieder Probleme bei der Wiedergabe von Musik, Radiosendern oder Podcasts. Meistens geht es dabei um kurze aber regelmäßige Aussetzer, die scheinbar ohne ersichtlichen Grund auftreten. Sucht man in dem deutschsprachigen Support-Forum von Sonos nach dem Begriff „Aussetzer“, gibts immerhin über 1700 Beiträge.

Für die Aussetzer kann es unzählige Gründe geben, die nicht direkt mit den Produkten zusammenhängen: Probleme bei Streaming-Anbietern wie Spotify oder Tidal, eine schlechte Internetverbindung, die Funkwellen der Mikrowelle des Nachbarn oder falsche WLAN-Einstellungen.

Mit den nachfolgenden Tipps lassen sich aber die meisten Verbindungsprobleme beheben, die zu Aussetzern bei Sonos-Lautsprechern führen.

Feste WLAN-Kanäle

Sollte das oben genannte SonosNet nicht möglich sein, weil keines der Geräte per Kabel mit dem Router verbunden werden kann, dann sollten zumindest feste Kanäle im 2,4 GHz-Bereich eingestellt werden. Das geht z.B. bei einer FritzBox ganz einfach unter WLAN > Funkkanal > Funkkanal-Einstellungen anpassen. Ich empfehle Kanal 1, Kanal 6 oder Kanal 11.

Trick: Günstige Refurbished-Geräte

Mit einem kleinen Trick lassen sich Lautsprecher von Sonos deutlich günstiger kaufen: Auf der offizielle Sonos-Homepage gibts einen ziemlich versteckten Bereich, wo generalüberholte Geräte verkauft werden. Wir haben dort mehrfach bestellt und konnten keinen Unterschied zu Neuware feststellen, zumal es die gleiche Garantie und schnelle Lieferung gibt.

SonosNet gegen Aussetzer

Das sogenannte SonosNet hilft bei 90 Prozent aller Verbindungsprobleme und kann Aussetzern sofort ein Ende bereiten. Das SonosNet ist ein separates WLAN, das unter den Sonos-Lautsprechern aufgebaut wird. Es wird automatisch aktiviert, sobald man einen der Sonos-Lautsprecher per Netzwerkkabel an den Router anschließt. Alle anderen Sonos-Lautsprecher im Haus verbinden sich nun mit diesem Lautsprecher und fungieren untereinander sogar als Repeater – sie verstärken das Funksignal also nochmals, was auch die Reichweite erhöht.

SonosNet Netzwerkkabel FritzBox
Sonos One an FritzBox

Wer sich die Verbindungsstärke unter den einzelnen Lautsprechern genauer ansehen will, kann im Browser eine versteckte Matrix anzeigen lassen, die eigentlich nur für Support- und Reparaturzwecke gedacht ist. Dazu schaut man im Router nach der IP-Adresse eines Sonos-Gerätes und ergänzt die IP durch :1400/support/review, also zum Beispiel 192.168.1.10:1400/support/review. Die verschiedenen Farben und Werte zeigen dann die Verbindungsqualität an.

Sonos Matrix Verbindungsqualität bei Aussetzern
Sonos Verbindungs-Matrix

Ob die Geräte im SonosNet oder im normalen WLAN laufen, kann man in den Einstellungen der Sonos-App überprüfen: Unter dem Menüpunkt System > Über mein System kommt man zu den Systeminformationen. Bei jedem Gerät steht dort entweder WM0, WM1 oder WM2…

  • WM: 0 – Das Gerät läuft aktuell im SonosNet
  • WM: 1 – Das Gerät läuft aktuell über das normale WLAN
  • WM: 2 – Surround Speaker oder Submit Heimkino Speaker

Die beiden tragbaren Geräte Sonos Move und Sonos Roam können nicht ins SonosNet eingebunden werden, deswegen wird dort immer WM: 1 angezeigt.

Unter System > Netzwerk > SonosNet-Kanal lässt sich zwischen Kanal 1, Kanal 6 und Kanal 11 wählen. Hier sollte bestenfalls ein Kanal gewählt werden, der nicht im normalen WLAN eingestellt ist.

Updates gegen Aussetzer

Damit ein Sonos-System stabil läuft, sollten alle beteiligten Geräte auf dem neusten Software-Stand sein. Dazu gehören nicht nur die Sonos-Geräte (die man direkt über die Sonos-App aktualisieren kann) sondern auch der WLAN-Router, eventuelle WLAN-Repeater das Smartphone, die Musik-Apps und bei Heimkino-Anwendungen sogar Fernseher und Zuspielgeräte. Man kann heutzutage einfach Stunden damit verbringen, alle Geräte im Haushalt zu aktualisieren.

Sonos Update gegen Aussetzer

Inkompatible WLAN-Router

WLAN-Router gehören zu den Geräten im Haushalt, die man nur sehr ungern austauscht. Oft hängt nicht nur der Internetanbieter sondern auch unzählige Geräte dran. Leider gibt es aber ein paar Modelle, die nicht oder nur sehr schlecht mit Sonos-Geräten zusammenarbeiten. Sonos hat selbst eine Liste mit inkompatiblen Geräten veröffentlicht, darunter auch der Telekom Speedport W921V:

MarkeModell
ActiontecGT724WGR/M1000/W1000/PK5000
Alcatel LucentI-240-W-Q/I240W-R/I240W-T
ArcorEasy Box a300
BelkinF5D- und F7D-Serie/F9K1103
D-LinkDSS-5+
LorexWLAN-Überwachungskameras
MicronetSP648
NetgearDGN2000/FS526T/FVS336G/GS108v1/GS108v2/WGT624
PlanetFGSW-1828
SpeedportW921V
TechnicolorTC7200U
ZiggoConnectBox

Ich persönlich hatte früher immer wieder Probleme mit dem Speedport W924V und habe ihn gegen eine FritzBox 7590 getauscht. Seitdem habe ich keine Aussetzer mehr bei Sonos feststellen können.

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Sonos hasst Repeater

Eine der Hauptursachen für Verbindungsprobleme und Aussetzer bei Sonos ist das Zusammenspiel mit WLAN-Repeatern. Sicher gibt es ein paar wenige Menschen auf dieser Welt, die das reibungslos hinbekommen haben… Wer aber die nächsten Jahre besseres zu tun hat als an der WLAN-Konfiguration zu schrauben sorgt dafür, dass die Sonos-Geräte sich garnicht erst mit diesen fiesen Repeatern verbinden.

Am einfachsten geht das, indem das WLAN der Repeater einen anderen Namen bekommt und die Sonos-Geräte nicht in diesem WLAN eingerichtet werden. Stattdessen sollte man die Sonos-Geräte wie oben beschrieben lieber ihr eigenes Funknetz – das sogenannte SonosNet aufbauen lassen.

Sonos Boost als Signalverstärker

Sonos bietet mit dem Boost auch selbst seit Jahren ein Gerät an, um die Verbindung unter den Lautsprechern zu verbessern. Auf der Sonos-Homepage steht dazu „Du brauchst einen Boost, um eine schwache WLAN-Verbindung zu verstärken oder falls viele Störungen auftreten.“

Sonos Boost gegen Aussetzer
Sonos Boost | Bild: Amazon.de

Technisch gesehen befindet sich in fast jedem Sonos-Lautsprecher ein Boost – nämlich dann, wenn man ihn wie im ersten Tipp beschrieben per Kabel mit dem Router verbindet. Wenn sich in den eigenen vier Wänden kein Lautsprecher sinnvoll mit dem Router verbinden lässt, kann der Boost für 119 € eine gute Alternative sein. Manchmal wird das Gerät generalüberholt sogar noch günstiger angeboten.

Alternativen zu Apple AirPlay

Die neueren Sonos-Geräte beherrschen das sogenannte AirPlay 2 von Apple. Damit lässt sich Musik von iPhone, iPad oder Mac unkompliziert auf die Lautsprecher streamen – ohne den Umweg über die Sonos-App.

Die AirPlay-Technologie läuft mit Sonos aber oft nicht stabil genug. Besonders dann, wenn mehr als ein Lautsprecher die selbe Musik abspielen soll. Das hat mich vor einigen Jahren so genervt, dass ich mein komplettes HomePod-System von Apple gegen Sonos-Produkte getauscht habe.

Am stabilsten sollte die Musik direkt aus der Sonos-App laufen. Auch die Spotify Connect-Technologie ist inzwischen sehr ausgereift und kann direkt aus der Spotify-App gestartet werden.