Sonos Arc vs Playbar: Lohnt das Upgrade?

Die Sonos Playbar und Sonos Arc sind die Soundbar-Flagschiffe des Herstellers. Die alte Playbar ist schon im Jahr 2013 auf den Markt gekommen und heute nur noch über Sonos Refurbished erhältlich. Die Sonos Arc ist der offizielle Nachfolger und seit 2020 auf dem Markt. Aber lohnt sich das Upgrade auf die deutlich teurere Arc? Wir vergleichen beide Geräte und zeigen die Unterschiede.

Sonos Arc: Länger und mehr Lautsprecher

Der deutlichste Unterschied sind die Abmessungen: Die Sonos Arc hat eine stolze Länge von 1,14m und ist somit für größere Fernseher oder Beamer ausgelegt. Die alte Playbar misst nur 90cm Länge. Das liegt auch an der Anzahl der integrierten Lautsprecher: In der neuen Arc stecken acht Membrane für Mittel – und Tieftöne sowie drei weitere für die Höhen. Bei der Playbar sind es nur sechs Mitteltieftöner und ebenfalls drei Hochtöner.

Sonos Arc Sonos Playbar Vergleich Länge
Sonos Playbar (oben) und Sonos Arc (unten)

Neue Touch-Buttons

Ein weiterer, äußerlicher Unterschied sind die Tasten: Die alte Playbar hat noch richtige, haptische Schalter für Play/Pause, Lauter und Leiser, die Arc hat Touch-Buttons, die man nur berühren braucht. Diese Touch-Buttons erlauben auch Wischgesten, um einen Titel vor- oder zurück zu springen. Allerdings sind sie auch recht empfindlich und werden beim Staubwischen schnell unbeabsichtigt aktiviert.

Sonos Playbar Tasten Play Pause Lautstärke
Buttons der Sonos Playbar

Steuerung via TV-Fernbedienung

Beide Soundbars sind nicht nur über die Sonos-Apps sondern auch mit der TV-Fernbedienung steuerbar. Die Playbar hat dafür sogar zwei Infrarot-Empfänger eingebaut, da man sie in zwei verschiedenen Positionen aufstellen kann. Bei der Sonos Arc ist es nur ein Empfänger. Die Funktionalität ist aber identisch. 

Unterschiedliche Anschlüsse

Die alte Playbar hat zwei LAN-Ports und einen optischen Toslink-Eingang für den Ton vom Fernseher, die Arc hat nur noch einen Anschluss fürs LAN-Kabel und neuerdings einen HDMI-Anschluss für den Fernseher. Bei beiden Soundbars wird aber ein Adapter von optischem Toslink auf HDMI und umgekehrt mitgeliefert, so dass man eigentlich alle Optionen hat.

Sonos Arc und Sonos Playbar Vergleich der Anschlüsse
Anschlüsse Sonos Arc (oben) und Sonos Playbar (unten)

Der doppelte LAN-Anschluss der Playbar ist durchaus praktisch, wenn man an Router oder Hub nicht ausreichend Ports für verschiedene Geräte hat. Durch den zweiten Anschluss lassen sich weitere Geräte direkt mit der Playbar verbinden.

Sonos Arc: Sprachassistenten und AirPlay

Unter der Haube hat die Sonos Arc ein paar neue Features, die die Playbar nicht bieten kann. Dazu gehören integrierte Mikrofone für Sprachassistenten: Momentan lassen sich über die Sonos-App Alexa von Amazon und der Google Assistant aktivieren. Siri von Apple ist noch nicht integriert, könnte aber zukünftig folgen.

Sonos Arc Sprachsteuerung
Sonos Arc mit Sprachsteuerung

Außerdem hat die Sonos Arc Apple AirPlay 2 integriert. Man kann also – ohne die Sonos-App zu nutzen – Musik direkt von iPhone, iPad oder Mac auf den Lautsprecher schicken.

Welche Soundbar klingt besser?

Ein Vergleich des Klangs ist immer schwierig: Lautsprecher klingen in jedem Raum und in jeder Wohnung anders. Das liegt daran, dass der Aufstellungsort eine große Rolle spielt: Größe, Möblierung, Hall und Untergrund.

Deswegen gib’s nur zwei Möglichkeit: Entweder selber in den eigenen vier Wänden ausprobieren, Sonos bietet inzwischen sogar 100 Tage Rückgaberecht bei Nichtgefallen. Oder meinem Urteil vertrauen: Ich bin der Meinung, dass beide Soundbars fantastisch klingen – erst recht mit einem separaten Sonos-Subwoofer und separaten Rear-Lautsprechern.

Wenn man über die Soundbars ab und zu Musik in Zimmerlautstärke hört, Serien auf Netflix sieht und sich die Nachrichten im Fernsehen anschaut, dann wird man keinen riesigen Unterschied hören. Ja, die Sonos Arc spielt etwas detaillierter und hat etwas kräftigere Bässe, das fällt im Alltag aber kaum auf. 

Wenn man allerdings Musik in höheren Lautstärken hört – also deutlich über normaler Zimmerlautstärke, dann merkt man einen deutlichen unterschied. Wenn man ein absoluter Heimkino-Freak ist und in höherer Lautstärke affektreiche Filme schaut, dann performt die Arc schon etwas besser.

ModellPreisStereoAppVoiceAtmosAirPlayEingängeGrößeGewichtRelease
PlaybarBei Sonos ansehenS1 & S22x LAN, Toslink90 x 8,5 x 14 cm5,4 kg2013
ArcBei Sonos ansehenS21x LAN, HDMI114 x 8,7 x 11,5 cm6,25 kg2020

Sonos Arc mit Dolby Atmos

Die Sonos Arc beherrscht so wie die kleinere Sonos Beam (Gen 2) das neue Dolby Atmos. Dabei soll der Eindruck entstehen, dass der Ton von allen Seiten kommt – auch von oben. Das kann ganz eindrucksvoll sein, ist aber momentan noch ziemlich kompliziert umzusetzen: Der Fernseher braucht einen sogenannten eARC-Anschluss fürs HDMI-Kabel. Der Film oder die Serie muss in Dolby Atmos vorliegen – und bei Netflix braucht man für Dolby Atmos das größte und teuerste Abo-Modell. 

Ich nutze die Sonos Arc mit einem etwas älteren Beamer und dem AppleTV. Weil der Beamer keinen eARC-Ausgang hat, muss ich zusätzlich den recht teuren HDMI-Switch von Feintech VAX04101 verwenden. In diesem Video erkläre ich die Funktionsweise.

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Wer also wirklich viele Filme in perfektem Sound und Musik in höheren Lautstärken genießen will, für den könnte sich die Sonos Arc lohnen – für alle anderen Anwendungsfälle reicht die Playbar definitiv aus. Die gibts allerdings nur noch als Generalüberholtes Produkt von Sonos. Diese „Refurbished-Geräte“ sehen aus wie neu – sind nur deutlich günstiger.

Alternativ wäre für Anwendungsfälle wie Schlaf- oder Kinderzimmer auch die kleinere Sonos Beam oder die neueste Sonos Ray interessant.

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